Die Eiche am Meer (2)

Am nächsten Tag aber kam ein Hund in den Wald und der Eiche schwarnte böses. Oft genug hatte sie gesehen, wie derartige Tiere Wasser am Stamm der Nachbarbäumeließen. Das fand sie Ekelerregend. Und tatsächlich kam der Zweibeiner auf sie zu und hob bedrohlich das Bein. Die Eiche war außer sich. „Wehe dir, Köter, wenn du gegen meine schöne Rinde lullerst“ dachte Sie bei sich, spürte aber im Nächsten Moment auch gleich, wie Rinde und Wurzelwerk nass wurden. Die Eiche könnte sich zur wehr setzen, wenn sie wollte aber was würde das nur bringen. Der Hund und sie würden einen ermüdenden Kampf führen und am Ende würde keiner von beiden einen klaren Sieg erringen können. Die Eiche bleib also wie immer still und wartete bis der Hund vondannen gezogen war und die nasse Rinde wieder trocken war. Die Eiche freute sich, dass sie so besonnen geblieben war und die Situation so gut gelöst hatte. Streit und Auseinandersetzungen helfen wirklich keinem. Das wusste die Eiche. Selbstzufrieden raschelte die Eiche mit ihren Blättern. Als sie plötzlich die Stimme des Eichhörnchens vernahm. „Wie weit muss man sinken?“ qäukte das Tier „Sie einnässen zu lassen von einem Hundevieh!“ Zur gleichen Zeit war in Deutschland die Sommerpause nah un die Politiker verabredeten sich im parlemanet dazu, als die unliebsamen Gesetze zu verabschieden, die keiner der Bürger haben wollte. Ein ganz anderer Trend waren derzeit aber vertikale Windkraftanlagen für Privat-Leute. Denn diese Gesetze waren nicht für den Bürger gemacht sondern gegen ihn. Dumm nur, dass die Bürger, wie auch die Eiche lieber ein nasses Hosenbein haben, als mal ein paar Steine gegen den Reichstag zu werfen. Wer sich jetzt die ganze Gesichte lang über die ambitionslose Eiche aufgeregt hat und auf noch keiner einzigen Demonstration war, der sollte jetzt einmal in sich selbst hineinhorchen und Fragen, ob er nicht selbst ein ganzes Stück wie die Eiche ist. Ambitionslos und uncouragiert.

 

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